Die Midlife-Crises

Auffällig ist es schon, dass es so häufig in der „Lebensmitte“ – so etwa zwischen 35 und 45 Jahren – seltsame Veränderungen geben kann. Mitunter bei beiden Partnern – vielleicht ähnlich, wie es Erich Kästner in seinem Gedicht „Sachliche Romanze“ (!) ausdrückt:

Als sie sich 8 Jahre kannten (man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie anderen Leuten ein Stock und Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse als ob nichts sei.
und sahen sich an und wußten nicht weiter. Da weinte sie schließlich.
Und er stand dabei.

Vom Fenster konnte man Schiffen winken. Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. - Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort. Sie saßen allein, und sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.


So „plötzlich“ wie im Gedicht geschieht in Wirklichkeit wohl eher das Bewusstwerden: was passiert hier eigentlich? Wer ist dieser Mensch, der mein Partner ist, eigentlich? – Ein „Abhandenkommen“ der Liebe ist also meist ein jahrelanger schleichender Prozess des Nebeneinander–Herlebens. Denn zwischen einem Paar fließen auf vielen Ebenen starke Energie- oder Gefühlsverbindungen, teils bewusst zu spüren (z. B. intensive Gefühle der Nähe), teils aber auch sehr viel unterbewusst (die dann z. B. die innere Verbundenheit eines Paares entstehen lassen).
Diese Verbindungen sollten sich eigentlich immer tiefer positiv aufbauen. Wenn jedoch über lange Zeit Bereiche ausgeklammert werden, driftet man immer mehr auseinander und entfremdet sich vom anderen und auch von sich selbst. Dieses Ausklammern geschieht bei sehr vielen Paaren in der Zeit nach den „Flitterwochen“ – siehe dazu ausführlich meinen Artikel „Phasen in Paarbeziehungen“.
Zunächst ist das alles oft kaum wahrnehmbar, nur vielleicht ahnbar. Ein Erwachen geht oft plötzlich vor sich („kam ihre Liebe plötzlich abhanden“), und bezeichnend ist die Sprachlosigkeit des Paares, die sicherlich schon die ganzen „8 Jahre“ vorher da gewesen und vermutlich eines der Hauptquellen für den „Liebesverlust“ war! - „Sie saßen allein, und sprachen kein Wort und konnten es einfach nicht fassen.“
Solch eine Sprachlosigkeit (über tiefere Gefühle) habe ich jedenfalls in meiner Arbeit praktisch immer festgestellt.

Etwas langsamer geht es noch in dem Lied von PUR „Heimlich“ voran, dort wird noch die Vorstufe von z. B. solch einem Liebes-Verlust beschrieben:

Sie kann sich nicht beklagen, eigentlich geht es ihr doch ziemlich gut.
Na ja - sie weiß: nach so viel Jahren
fehlt das Feuer, doch bleibt ihr immer noch etwas von der wärmenden Glut. (...)
Sie ist Hausfrau und Mutter, hat beides gewollt. Doch da war irgendwann noch mal mehr.
Manchmal fragt sie sich: war das nun alles? - Doch dann räumt sie hinter den Kindern her. (...)
Früher war er anders. Sie war’n frisch verliebt, das ideale Paar.
Er war erfolgreich. Und dann die Heirat! Und die Zukunft war schon immer völlig klar.
Ja, sie weiß, was sie hat.
Doch sie spürt, was ihr fehlt, und ihr Hunger ist längst nicht gestillt.

Sie wischt Staub und bleibt steh’n an der Wohnzimmerwand,
vor dem süßen Familienbild ...

... heimlich träumt sie sich fort,
heimlich sucht ihre Liebe den fast schon vergessenen Ort,
wo heimliche Wünsche vergeh’n: heimlich in Arme, die zärtlich versteh’n.
Und der junge Mann, der sie im Traum besucht, kümmert sich und betet sie an.
Und sie hofft und sie fürchtet den Augenblick,
da sie ihn wirklich trifft. Denn:
was dann? WAS DANN?

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Ja, dann wird manchmal nicht mehr nur geträumt, sondern gehandelt. Und dann wird es richtig „knallen“. Was meint, dass jemand, auf den man sich vorher „felsenfest verlassen“ konnte, sich plötzlich in jemand anderen verliebt. Oder – seltener! – bei anderen bisher unterdrückten Sehnsüchten z. B. ein Motorrad kauft (oder ein sonstiges „verrückt“ scheinendes Hobby beginnt), die Kinder allein lässt und sich eine Arbeit sucht. Kurzum: man stellt fest, dass man „eigentlich ganz anders hätte leben wollen“, das bisherige Leben wird als „nicht mein wirkliches Leben“ empfunden, sondern als langweilig, ja gar als zerstörerisch, wenn es denn so weitergehen würde. Gefragt wird, wenn überhaupt, in etwa: Wer bin ich (eigentlich)? Wie bin ich (eigentlich) gedacht? Ist das denn alles im Leben?
Also: wenn man schon dumpf „Hunger“ spürt –  „Doch sie spürt, was ihr fehlt, und ihr Hunger ist längst nicht gestillt“ – dann sollte man spätestens mit seinem Partner reden. Und dazu unbedingt auch über sich selbst nachdenken und nachfühlen und ggf. außen stehende fachliche Berater fragen, bis man Antworten hat. Denn sonst wird der „Hunger“ mal plötzlich zu groß, dass dann gehandelt werden „muss".

Auslöser (nicht: Ursachen!) für diese ja grundlegenden Lebensfragen sind vielfältig, aber fallen wohl in einen der drei folgenden Bereiche:

  • äußere Veränderungen: z. B. geht jetzt das letzte Kind – oder eben der Partner – aus dem Haus; der Partner oder man selbst geht in Arbeitslosigkeit oder in Rente. Und mit einem Mal müssen neue Inhalte gefunden werden, um die sich das Leben „dreht“.
  • körperliche Veränderungen: z. B. bemerkt man plötzlich (!), dass man nicht mehr so viel leisten kann, weil man älter wird. Was soll dann werden, wo man vielleicht bisher seine Anerkennung eben über Leistung erlebte?
    Oder eine schwere Krankheit stellt einen vor die Grundfragen des Lebens.
  • innerseelische Veränderungen: z. B. wird einem plötzlich (!) klar, dass die restliche Lebenszeit doch schon recht begrenzt ist. So dass Ängste über das eigene Lebensende kommen.
    Oder man spürt, dass man viele Träume noch nicht erfüllt hat und sie vielleicht auch gar nicht mehr wird erfüllen können.
    Oder/und die innere Kraft, die bisher tiefe Sehnsüchte oder Lebensbestimmungen „erfolgreich“ wegdrücken konnte, reicht nicht mehr, so dass alte Themen wieder erscheinen. (Siehe dazu auch weiter unten).
    Dies gipfelt oft in Fragen wie: „War das nun alles?" , wie im Lied von PUR. D. h.: War das „mein“ Leben?

Der bisherige Partner fällt in der Regel aus allen Wolken, denn (außer bei äußeren Veränderungen) gab es oft keinerlei „Vorwarnungen“ (oder noch viel öfter: sie wurden nicht verstanden!). Insbesondere wenn der andere die Beziehung verlassen will, stellt der Partner vor allem die Frage: „WARUM?“.
Denn äußerlich kann ein Radikalumschwung auch kaum verstanden werden: Ist man nicht gerade in der Mitte des Lebens, wo man es zumeist „geschafft“ hat, es „einem gut geht“: Arbeit, Häuschen, gesunde Kinder ...? Nun könnte man doch nach der meist vorausgegangenen Zeit des entbehrungsreichen Aufbaus endlich das Leben schön haben – und der/die andere will nun alles hinwerfen? Also: „WARUM?“
Also auch der bisherige Partner kommt dann in eine Krise. Und nichts ist schädlicher, wenn er sie nur am anderen festmacht und deshalb nur versucht, den „ausbrechenden“ Partner zur „Vernunft“ zu bringen, mit Argumenten, mit Verzweiflung, und notfalls mit Drohungen, um wieder zum bisherigen ja selbst als „gut“ erlebten Zustand zurückkehren zu können!
Denn zum einen erweist man sich selbst damit einen sehr schlechten Dienst, denn für den „Aufwachenden“ wird man so zu einem Gegner, der einen in den alten Trott zurückholen will! Und hat erst ein Tauziehen begonnen, dann werden die noch verbliebenen positiven Gefühle bald unter den Wunden verschüttet werden.
Stattdessen sollte man lieber den anderen ganz frei lassen, den jedes noch so verständliches Nachfragen wird vom anderen erfahrungsgemäß nur als Druck empfunden - von dem es sich dann auch noch meistens zu befreien gilt! Das ist schwierig, zugegeben. Und man sollte sich da durchaus Unterstützung suchen.

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(Einschub: In der Regel sind dies in erster Linie natürlich nahe stehenden Menschen. Jedoch möchte man vielleicht nicht ihnen über längere Zeit mit seinem Liebeskummer zur Last fallen. Dann könnte es sinnvoll sein, sich mit Menschen zu unterhalten, die gerade das Gleiche durchmachen wie man selbst. Spezielle Webseiten stehen Ihnen hier zur Seite, um den Weg der Trennung mit Ihnen gemeinsam zu gehen. Siehe z. B. https://www.trennungsschmerzen.de/Hilfe/liebeskummer-ueberwinden.html. Denn in jedem Fall wird man nicht um eine „Trennung" herumkommen: sei es eine endgültige Trennung vom Partner oder auch „nur" ein Trennung von der bisher vertrauten Komfortzone, falls Sie wieder zueinander finden sollten. Da könnte auch eine fachliche therapeutische Begleitung sehr hilfreich sein, die einem die vielen unterbewusst ablaufenden Prozesse deuten kann.
Und das Beste: Sie können nur gewinnen! Nämlich eine neue Reifestufe in Ihrer Liebesfähigkeit, also mehr Souveränität: eine Liebe, die immer weniger abhängig ist von Gegenliebe, also eine mehr und mehr „reife Liebe". Siehe auch meinen Artikel „Phasen in Paarbeziehungen".)

Wenn dieser Weg nicht gegangen wird, würde der bisherige Partner nicht bemerken, dass im Grunde dieselben Fragen in ihm schlummern wie in dem „vorangehenden“ Partner. Dieser hat die o. g. Fragen nur schon ausgedrückt und versucht, sie für sich zu beantworten.
Dieselben Fragen schlummern also in beiden Partnern, nämlich z. B.:

  • Was fehlte im bisherigen Leben?
  • Was habe ich bei mir oder in der Partnerschaft übersehen, nicht beachtet, nicht gelebt? So dass es zu dieser Situation kommen konnte?
  • Oder noch drastischer: Wer bin ich (eigentlich)? Wie bin ich (eigentlich) gedacht? – nämlich ich selbst, alleine, ohne ein Gegenüber meines Partners zu sein?

Damit wird für beide Partner deutlich: man kennt einander nicht! Sich selbst nicht in wesentlichen Dingen – und den anderen auch nicht. Sondern die bisherige „Bewusstlosigkeit der Beziehung“ hatte das Zusammenleben eigentlich erst ermöglicht, gemäß dem (sicherlich etwas bissigen) Ausspruch von Franz Hodjak:

„Und weil wir uns nicht kennen, gibt es nichts, was uns trennt.“


Somit stehen bei vor der Ur-Frage: vor der Frage nach dem eigenen Selbst, die jede/r auch nur selbst beantworten lernen kann (statt sie, wie bisher, von den im Inneren aufgenommenen „Inneren Eltern“ bzw. von der bisherigen Rolle in der Partnerschaft her beantworten zu lassen). WER BIN ICH? Was ist denn noch so alles in mir enthalten, das dann ja wohl auch „ICH“ sein muss?

Dass wir Menschen jahrzehntelang, unter Umständen sogar lebenslang, nur einen kleinen schattenhaften Teil der wirklichen Vorgänge in uns und um uns her bemerken, das aber für die ganze Wirklichkeit halten, hat schon vor über 2000 Jahren der griechische Philosoph Plato in seinem berühmten „Höhlengleichnis“ beschrieben.
Und: wodurch genau nun die Krise ausgelöst wurde – sei es durch eine „Affäre“, durch eine Depression, Krankheit oder was auch immer – ist insofern fast zweitrangig. Sinnvoll wäre nur, die viel tiefer liegenden Wurzeln zu erkennen und zu ändern, die zu diesem „Ergebnis“ geführt haben. Andernfalls ist die nächste Krise vorprogrammiert, weil nichts grundlegend neu gelebt wird, die Ursachen also bleiben.
Werden jedoch die Ursachen verändert, kann überraschend neue Lebendigkeit in eine „alte“ Beziehung kommen. Siehe dazu auch „Wie Paarbeziehungen funktionieren" sowie "Was tun bei einer Affäre?" und "Reife Liebe - Phasen in Paarbeziehungen".)

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Wie aber kann die Frage erfüllend beantwortet werden?

Eine Spur zeigt sich in den obigen Formulierungen „Wer bin ich (eigentlich)? Wie bin ich (eigentlich) gedacht? Ist das denn alles im Leben?“
Denn darin wird einmal deutlich:
a) etwas scheint zu fehlen.
b) Zum anderen scheint dieses Fehlende immens wichtig zu sein, weil es mich als „eigentlich“ definiert.
c) Und schließlich scheint es insgesamt um einen Sinn zu gehen in meinem Leben. Denn genau das meint ja die Frage nach neuen Zielen oder Inhalten des Lebens.

Zu a) und b): Das Gefühl, etwas scheint zu fehlen, bedeutet ja, dass ich bis dahin etwas übersehen habe, nicht gelebt habe, was aber eigentlich schon immer in mir gewesen war. Und dass dieses bisher Übersehene immens wichtig ist für mich, also einen Teil meines Selbst ausmacht.

Es geht hierbei um Wünsche, Fähigkeiten, Träume, die ich nicht gelebt hatte, nicht weiter verfolgt hatte. In der Regel deshalb nicht, weil ich von meinen Eltern her anders gewünscht war und ich mich damals als Kind darauf einstellte – und als Erwachsener meist nichts veränderte, weil ich mich an dieses angepasste Leben gewöhnt hatte, weil mir diese Einschränkungen zur „zweiten Natur“ geworden sind.
Im Bild des Inneren Kindes: das Innere Kind wurde zumindest teilweise mundtot gemacht, beiseite gestellt. Durfte sich nicht mehr mit seinen Wünschen melden. So kam es, dass mir etwas zu fehlen begann: der Kontakt zu wichtigen Teilen meines Inneren (Kindes).
Diese Paralysierung (= Betäubung) des Inneren Kindes gelingt viele Jahre – statistisch wird sie meist bis zur „Lebensmitte“ durchgehalten. Dann bricht – wie Sigmund Freud sagen würde – die bisherige Abwehr zusammen. Dann verschafft sich das Innere Kind endlich wieder Gehör, plötzlich oder allmählich.

Und das Fatale: sehr oft werden dann die eigenen inneren Grenzen, die das Innere Kind bisher in Schranken hielten und somit wichtige Lebensbereiche ausklammerten, nur als vom anderen gesetzte Beschränkungen erlebt. Mit der Folge, dass man glaubt: wenn ich mich vom anderen trenne, einen „klaren Schnitt“ mache – dann muss ich doch endlich FREI sein! - Diese Logik greift jedoch viel zu kurz, weil sie unseren unterbewussten inneren Kräfte ausklammert, die immerhin 90% unserer gesamten Persönlichkeit ausmachen. Die „Logik" kann nur die 10% unseres Verstandes einfangen. (Ausführlicher beschreibt mein Artikel „Wie Paarbeziehungen funktionieren“ solch innere Dynamik bei Paaren).


Mann im Ring. Lebensgroße Skulptur von Gustav
Vigeland (1869 – 1943). Im Vigeland-Park Oslo.

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So kämpfen viele Menschen wie der Mann in der Skulptur: vergebens, weil sie an einer falschen Front kämpfen! Es ist immer der eigene Ring, in dem man gefangen ist.
Aber die meisten Menschen glauben, der sie einengende Ring sei der Partner/ die Familie/ der Beruf ... und wollen sich von diesen trennen.
Damit aber wird man gefangen bleiben – und seine Gefangenschaft beim nächsten Partner/ im nächsten Beruf/ ... wieder bemerken. Trennung von äußeren Strukturen wird selten die eigenen inneren Freiheiten verschaffen!
Woraus umgekehrt zu schlussfolgern ist: wenn ich mich innerlich weiter entwickle, kann ich unter Umständen auch in meinen äußeren Strukturen bleiben! Diese müssen höchstwahrscheinlich verändert werden, aber ich muss mich nicht unbedingt vom Partner trennen, um mich von meinen eigenen „Inneren Eltern“ trennen zu können.

Zu c): Mit der Ziel- und Sinnfrage meines Lebens stellt sich auch die Frage: wer bestimmt diese Ziele oder Inhalte?
Nicht mehr die Eltern – wie (unterbewusst!) bisher.
Nicht mehr die Erwartungen des Partners oder der Gesellschaft – was beides meist eine Art unbewusste Fortsetzung des Programms meiner Inneren Eltern ist.
Sondern ICH.
Aber: nach welchen Kriterien? Einfach nach dem, was gerade „hochkommt“ und sich faszinierend-neu zeigt? Wenn der Erwachsene das neu entdeckte Innere Kind gewähren lässt, ist ein Chaos vorprogrammiert: Ein „Kind“ kann gar nicht die Folgen absehen von dem, was es tut. Oft zerschlägt es kurzsichtig beim Verfolgen eines sich lohnend scheinenden Zieles viel wertvolles Porzellan.
Jedoch wird als Dilemma oft erlebt:
wenn man wieder „vernünftig“ handeln würde, dann ist man ja wieder auf dem alten Weg, auf dem das Innere (Kind) mundtot gemacht worden war! Und das zu wiederholen wäre eine Katastrophe – zu Recht!
Nun, mit einem Radikalschritt nähme man zwar das neu Entdeckte radikal ernst – würde sich aber ebenso radikal sich selbst abwerten: nämlich in dem bisher Gelebten! Denn beides ist ja Teil von mir: das Alte wie das Neue. Und so sollte auch beides seinen Platz bekommen.
Eine Art Dialog ist also nötig, eine Integration. So dass der Innere Erwachsene und das Innere Kind sich wie zwei Verbündete neue Ziele und Wege suchen. Oder wie es im Artikel über das Innere Kind genannten Buchtitel sowie in meinen Seminaren ausgedrückt ist: eine „Aussöhnung“ ist nötig. Und sie ist möglich!

Dies ist die psychologische Antwort auf der Suche nach dem Fehlenden, nach der fehlenden Ganzheit.

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Jedoch gibt es noch eine weitere Dimension:
das Leben ist halb um – was soll nun bis zum Ende geschehen? Und was ist danach?
Dies sind so genannte „transzendente“ Fragen (spirituelle oder Glaubensfragen). D. h.: sie gehen über das irdische Dasein des Menschen hinaus. Sie gehen damit zwar auch über jede Wissenschaft und Psychologie hinaus, gestellt werden aber muss diese Sinnfrage auch durch die Psychologie. Denn wenn wir bedenken: zu allen Zeiten und in jeder Kultur der Menschheit gab es Spiritualität (Religion, Transzendenz), wird daran ja sehr deutlich, dass diese Bereiche zum „Menschsein“ dazu gehören. Werden sie – oder andere Bereiche, siehe oben! – nicht genügend beachtet oder nicht genügend gelebt, würde immer noch etwas fehlen. Und Fehlendes zeigt sich oft in dumpfen Gefühlen, die selten richtig gedeutet werden.
Antworten suchen könnte man am besten bei Menschen, die z. B. die Liebe eines Wesens über uns, die die Liebe Gottes, erleben. Und bei ihnen könnte man Fährten bekommen, um selbst Antworten zu finden im eigenen Erleben – was dann natürlich letztlich ausschlaggebend ist. (Anmerkung: Gespräche darüber sind bei mir kostenfrei.)

Zusammengefasst: Hilfen in diesen Krisen der Lebensmitte finden sich also im Kontakt mit dem eigenen Inneren (im Bild gesprochen: mit dem Inneren Kind – das ist die psychologische Ebene)
und
im Kontakt mit Menschen, die durch ihr Erleben Gottes die sich stellende Sinnfrage von einer höheren Warte her beantworten können (das ist die transzendente oder spirituelle Ebene, „Glaubensebene“).
Aufgrund der Ganzheitlichkeit des Menschen gehören beide Ebenen zusammen.

Hilfestellung

um das Fehlende genauer zu erkennen und dann sinnvoll zu füllen, können Sie bei „Beziehungsheilung“ in psychologischer wie transzendenter/spiritueller Hinsicht bekommen.
Anmerkung: wie schon erwähnt sind Gespräche über transzendente/ spirituelle Themen, Glaube usw. kostenfrei.


Ausführlicheres zu diesem Artikel können Sie auch in meinen öffentlichen Vorträgen hören.

Das Urheberrecht des Artikels liegt bei Peter Bartning, www.beziehungsheilung.de.
Ausschließlich für private Zwecke darf dieser Artikel – ganz oder in Auszügen – weitergegeben werden und nur unter der Bedingung, dass dann als Quelle mindestens mein Name und meine Webseite mit aufgeführt sind. Jede andere Verwendung, insbesondere berufliche oder gewerbliche, bedarf meiner vorherigen schriftlichen Genehmigung.
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